ZEG gewinnt Genossenschaftspreis des bwgv

v.l. Dr. Roman Glaser, Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands,Christian Kössler, Vorstand Finanzen & Services, ZEG Zentraleinkauf Holz + Kunststoff eG, Prof. Dr. Reiner Doluschitz, Geschäftsführender Direktor der Forschungsstelle für Genossenschaftswesen an der Universität Hohenheim

Pressetext des bwgv:

Lösung für Zukunftsfragen: Kretschmann sieht großes Potenzial für Genossenschaften im Land

Die Bedeutung und das enorme Potenzial von Genossenschaften in Baden-Württemberg wurden beim Zukunftsforum in drei Fachforen beleuchtet und intensiv diskutiert. Zu den Themen „Mittelstand & Banken“, „Bildung der Zukunft“ und „Landwirtschaft, ländlicher Raum & Energie“ tauschten sich Fachexperten, Wirtschaftsvertreter und Politiker aus, darunter die Landtagsabgeordneten Guido Wolf, CDU-Fraktionsvorsitzender, Andreas Stoch (SPD), Minister für Kultus, Jugend und Sport, Martin Hahn (Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Friedrich Bullinger (FDP/DVP).

250 Genossenschaften in vergangenen zehn Jahren gegründet

„Genossenschaften stehen für eine enorme Vielfalt und Stärke“, sagte Glaser mit Verweis auf die vielen Betätigungsfelder für Unternehmen dieser Rechtsform. In den vergangenen zehn Jahren sind allein in Baden-Württemberg rund 250 neue Genossenschaften gegründet worden. „Dies zeigt, wie hervorragend sich die Unternehmensform für viele Geschäftsideen und Formen der Kooperation eignet“, betonte der BWGV-Präsident. Die Vielfalt an genossenschaftlichen Unternehmen in Baden-Württemberg reicht von den Handelsriesen Intersport und Euronics bis zum Landgasthof, Dorfladen oder zur genossenschaftlich organisierten Kinderbetreuung und Schule. Vermehrt gegründet werden auch Ärztegenossenschaften, Kooperationen für Berater, Gärtner und Druckereien sowie Schwimmbad- oder Kultur- und Marketing-Genossenschaften. Auch in der interkommunalen Zusammenarbeit, bei Infrastrukturprojekten und bei der Unternehmensnachfolge im Mittelstand bieten sich häufig Genossenschaften an.

Genossenschaftspreis erstmals verliehen

Die Gewinner des erstmals verliehenen Genossenschaftspreises stellte Prof. Dr. Reiner Doluschitz, Geschäftsführender Direktor der Forschungsstelle für Genossenschaftswesen an der Universität Hohenheim, vor. Insgesamt gab es rund 50 Einsendungen. Folgende drei Genossenschaften erhalten den Preis und jeweils 2.000 Euro für herausragende Maßnahmen und Projekte:

Die Bürgerwerke eG in Heidelberg, ein Zusammenschluss aus fast 40 Bürgerenergie-Genossenschaften, erhält den Genossenschaftspreis in der Kategorie „Ökologisches Handeln“. Die Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft liefert den selbst regional erzeugten Ökostrom direkt an Mitglieder und interessierte Bürger vor Ort. Damit ist die Bürgerwerke eG der erste Stromversorger, der sich komplett in der Hand von Energiegenossenschaften befindet. Durch die Bündelung der einzelnen Genossenschaften reduziert sich für die Mitglieder die Abhängigkeit vom Markt deutlich. Der Genossenschaftsgedanke wird bei der Bürgerwerke eG konsequent umgesetzt.

Die Volksbank Offenburg eG bekommt den Genossenschaftspreis in der Kategorie „Soziale Verantwortung“. „Wir leben von der Region und investieren in die Region“ – aus diesem Antrieb heraus hat die Bank ein einzigartiges Projekt gestartet, um den Menschen in ihrer Region, die nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens stehen, ein besonderes Geschenk zu machen. Statt Scheckübergaben bei gemeinnützigen und wohltätigen Veranstaltungen verschenken alle Mitarbeiter etwas ausgesprochen wertvolles: ihre private Zeit. Dabei haben sich die Volksbank-Mitarbeiter bei über 90 Projekten und Aktionen unentgeltlich über 52 Wochen hinweg engagiert, insgesamt mit mehr als 2.000 ehrenamtlichen Stunden. Und das Projekt wird fortgeführt.

Den Genossenschaftspreis in der Rubrik „Mitgliederbindung/-förderung“ erhält die ZEG – Zentraleinkauf Holz + Kunststoff eG in Stuttgart. Der Großhändler im Bereich holzverarbeitendes Handwerk wurde einem umfassenden „Relaunch“ unterzogen. Verschiedene Aktionen und Maßnahmen präsentieren nun das Thema Mitgliedschaft nachhaltig intern und extern, unter anderem mittels Telefonkonferenzen, Plakaten, einer neuen Homepage, einem Mitgliederhandbuch und vielem mehr. Für die Vorteilsberechnung der Mitglieder wurde eine eigene App entwickelt. Zudem gibt es einen Mitgliederreferenten, der Kunden das Thema Mitgliedschaft professionell näher bringt. Damit macht die ZEG das genossenschaftliche Prinzip mit all seinen Vorteilen sowohl bei Mitgliedern als auch bei Nichtmitgliedern bekannt – und das mit Erfolg: Die Zahl der Mitglieder steigt.

Weitere Bilder und Infos finden sie hier  und auf den Seiten des bwgv.

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