Geschichte der ZEG

Unsere Wurzeln

Getragen von der genossenschaftlichen Idee gründeten am 12. Dezember 1919 insgesamt 29 Mitglieder die ZEG. Von diesen 29 Gründungsmitgliedern waren 24 Schreinerinnungen aus der Nachbarschaft von Stuttgart, die damit bereits ihre enge Verbundenheit zum Handwerk dokumentierten. Am 26. Januar 1920 wurde dann die „Zentraleinkaufs- und Liefergenossenschaft des Württembergischen Schreinerverbandes eGmbH“, wie sie sich damals nannte, ins Genossenschaftsregister eingetragen.

Unter schwierigen Umständen konnte unsere Genossenschaft in den ersten Jahren nach ihrer Gründung die Zeit der Inflation und der Weltwirtschaftskrise überstehen. Das eigene Anwesen in Stuttgart wurde 1944 durch Bombenangriffe völlig zerstört. Doch bereits 1949 begann mit vereinter Kraft der Wiederaufbau in der Neckarstraße und 1959 konnten die neuen Räume in Stuttgart-Zuffenhausen, dem damaligen ZEG-Stammsitz, bezogen werden. Der heutige ZEG-Stammsitz ist in Kornwestheim.

Die Gründung der ZEG-Niederlassungen.

1964 wurde die erste ZEG-Niederlassung in Mannheim eröffnet, die aufgrund der hervorragenden Entwicklung bereits 1968 räumlich vergrößert werden konnte. Die zweite Niederlassung wurde am 1. Juni 1976 in München gegründet. Auch sie wurde bald zu klein und so entstand im Jahre 1981 ein neuer moderner Betrieb in Eching. Unser Stammsitz in Stuttgart konnte 1987 durch den Kauf des Anwesens in der Zahn-Nopper-Strasse nochmals kräftig erweitert werden. 1988 wurde schließlich noch die ZEG-Niederlassung Morsbach eröffnet.

Nach der Wiedervereinigung schlossen sich mehrere Genossenschaften aus Sachsen unserem Unternehmen an. Dabei wurden die Standorte Dresden und Bautzen nach modernsten Gesichtspunkten neu gebaut. Nach der Fusion mit der ELG Brandenburg, haben wir 1992 in Rietz unseren neuen Standort für diese Region bezogen. Es folgte der Raum Thüringen, der mit der Niederlassung Erfurt erschlossen wurde.

Im Jahr 1996 wurde die Fusion der ZEG und der Rohstoffgenossenschaft Holz in Hannover zur beschlossenen Sache und es entstand eine weitere ZEG-Niederlassung. Mit diesem zusätzlichen Standort im Norden der Bundesrepublik konnte die ZEG von da an nahezu das gesamte Bundesgebiet bedienen.

Mit der Generalversammlung am 31. Mai 2000 wurde der Startschuss für die Verschmelzung mit der „EVG Württembergische Meisterbetriebe“ beschlossen. Hieraus sind die ZEG Standorte Chemnitz und Rottenacker entstanden.

2016 wurde feierlich der neue Stammsitz der ZEG in Kornwestheim eröffnet. Aufgrund der guten Entwicklung und der mittlerweile zu kleinen Räumlichkeiten in Stuttgart-Zuffenhausen entschied man sich zu einem Neubau vor den Toren Stuttgarts in Kornwestheim. Hier entstand auf einem 40.000 m² großen Gelände nach nur einem Jahr Bauzeit ein riesiges modernes Lager und ein neues Verwaltungsgebäude.

Die Grundidee – Die Genossenschaft als zeitlose Rechstform.

Die Genossenschaft war und ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Handwerkern, die durch ihre Zusammenarbeit ihr genossenschaftliches Unternehmen fördern wollen. Dadurch kommt es zur sogenannten genossenschaftlichen Identität von Kunden und Mitglied.

Genossenschaften in Deutschland können zwischenzeitlich auf eine über 150-jährige Geschichte zurückblicken. In ihren Ursprüngen waren es Selbsthilfeeinrichtungen von Handwerkern, Landwirten, Einzelhändlern und privaten Haushalten um die Auswirkungen der industriellen Revolution aufzufangen. Die Idee dazu wurde seinerzeit maßgeblich von Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen geprägt.

Schulze-Dietsch_Raiffeisen

Und auch die ZEG ist historisch gewachsen. Aus den ursprünglich 29 Gründungsmitgliedern wurden über 4.000, die gestern, heute und morgen die eigenen wirtschaftlichen Interessen und die der Region versuchen zu stärken.

Der Erfolg der ZEG ist der Erfolg unserer Mitglieder, und umgekehrt!

Die moderne Form der Genossenschaft beinhaltet eine aktive Mitgestaltung am Unternehmensgeschehen und dient zudem der kapitalunabhängigen Demokratie. Unsere Mitglieder können nicht zuletzt durch ihre Stimme an der ZEG-Generalversammlung demokratisch an Entscheidungsprozessen teilnehmen und dies unabhängig von der Anzahl ihrer Geschäftsanteile. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit sich als Aufsichtsratsmitglied zur Wahl zu stellen.

Auch die ZEG verfolgt die drei genossenschaftlichen Grundgedanken:

Prinzip der Selbsthilfe: Die Genossenschaft stützt sich auf die wirtschaftliche Kraft und die Mitwirkung ihrer Mitglieder.

Prinzip der Selbstverantwortung: Die Mitglieder müssen selbst für die Folgen ihres kooperativen Handelns einstehen.

Prinzip der Selbstverwaltung: Dieses Prinzip wird durch die demokratische Willensbildung in der Genossenschaft verkörpert.

Die Beachtung dieser drei Prinzipien sichert die Unterstützung der gemeinsamen wirtschaftlichen Ziele und fördert die Identifikation der Mitglieder mit ihrer ZEG. Die ZEG als Genossenschaft bietet daher wie keine andere Rechtsform die Möglichkeit der Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitverantwortung. Gleichzeitig sichert sie durch ihr kooperatives Verbundsystem die Leistungsfähigkeit im globalen Umfeld.

Es war kein leichter Weg, den die ZEG seit ihrer Gründung zurückgelegt hat. Beispielhafter Mut bezeichnet jene Männer, die die Idee des genossenschaftlichen Zusammenschlusses als ein wirksames Mittel zur Förderung ihres Berufsstandes und gleichzeitig zur Gesundung der an den Kriegsfolgen (1914 – 1918) leidenden Wirtschaft erkannt haben. Am Anfang stand also der gute Wille, sich zusammenzuschließen, um die Aufgaben gemeinsam erfüllen zu können. Dieses Ziel bildet auch heute noch die Richtschnur für die Tätigkeit der ZEG, nämlich die Förderung der wirtschaftlichen und gewerblichen Interessen der Mitglieder.

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